Individuelle Blumentöpfe selber machen mit Upcycling

19.02.2018 10:48

Der Februar neigt sich so langsam dem Ende und damit steht auch schon der Frühling vor der Tür. Nicht nur draußen wird es dadurch wieder angenehmer, die Natur blüht auf und überall locken saftig grüne Farben und wunderschöne Frühlingsblüher. Auch in Ihrem Zuhause können Sie dem Frühling etwas auf die Sprünge helfen und mit ein paar ganz einfachen Basteltricks den Winter zuverlässig aus den eigenen vier Wänden vertreiben. Dazu bedarf es nicht mehr als ein bisschen Motivation. Hübsche Deko muss dabei gar nicht teuer gekauft werden, sondern lässt sich ganz oft auch einfach selbst machen. Heute möchten wir Ihnen ein tolles Upcycling Projekt vorstellen, mit dem Sie sich etwas Grün nachhause holen können.

Upcycling Projekte – So macht Umweltschutz Spaß

Wir sind große Fans von dem neuen Basteltrend Upcycling und teilen diesen aus diesem Grund immer auch gern auf unserem Blog. Für all diejenigen, die bisher noch nichts vom Upcycling gehört haben oder sich schlichtweg nichts darunter vorstellen können, möchten wir hier allerdings nochmal erklären, wobei es dabei geht. Der Begriff Upcycling kombiniert die englischen Begriffe ‚Up‘ und ‚Recycling‘ miteinander. Übersetzt bedeuten diese zum einen ‚nach oben‘ und zum anderen ‚Wiederverwertung‘. Zusammengesetzt ist die Idee hinter dem Upcycling also die Aufwertung vermeintlicher Abfallprodukte oder solcher Produkte, für die man ansonsten keinen Nutzen findet. Sie werden in etwas Neues umgewandelt, erhalten eine neue und verbesserte Optik und meist auch eine völlig neue Funktionalität. Der Gegenbegriff zum Upcycling ist das sogenannte Downcycling. Bei dieser ganz anderen Form des Recyclings kommt es nicht zu einer Aufwertung, sondern ganz im Gegenteil zu einer rein stofflichen Weiterverwendung. Hierbei werden bestimmte Produkte auf Ihre Einzelteile, praktisch ihre Rohstoffe reduziert und dem Zyklus der Wiederverwertung erneut zugeführt. Die Idee hinter dem Thema Upcycling, wie auch hinter dem Recycling ist der Umweltschutz. Es soll auf den Schwund natürlicher Ressourcen durch die übermäßige menschliche Nutzung reagiert werden. Spannende Nebeneffekte sind auch die Kostenersparnis sowie das Aufkommen völlig neuer Vermarktungsmethoden. Zuerst aufgekommen sind Upcycling Projekte dabei vor allem in ärmeren Gesellschaften, wo es auch heute noch überdurchschnittlich häufig zur Anwendung kommt. Besonders in Entwicklungsländern bleibt vielen Menschen oftmals gar nichts anderes übrig, als aus den Dingen, die sie bereits haben, das meiste herauszuholen und diese für verschiedenste Zwecke zu gebrauchen. Heute ist Upcycling auf der ganzen Welt auf dem Vormarsch. Sogar ganze Industriezweige haben sich rund um diese einfache Idee gebildet, ganz konventionelle Produkte durch eine neue Herangehensweise zu etwas ganz Besonderem zu machen. Unternehmen bieten Brillen aus upgecycleten Büchern an oder Taschen aus herkömmlichem Plastikabfall.

Eigene Upcycling Projekte starten

Wer nun selbst mit Upcycling beginnen möchte und vermeintlichen Abfallprodukten zu einem neuen Leben verhelfen möchte, der braucht gar nicht viel. In Wahrheit haben die meisten Bastelfreunde sicherlich schon alles daheim, was es für erste Projekte braucht. Upcycling kann nämlich etliche Formen annehmen und lässt sich dabei genau an die eigenen Vorlieben anpassen. Wer gerne malt und zeichnet und mit vielen Farben arbeitet, der kann beim Upcycling ebenso viel Freude haben, wie jemand der lieber viel mit Glitzer arbeitet oder spannende Bastelprojekte aus Tonkarton umsetzt. Alles Bastelzubehör, was sich bei Ihnen zuhause findet, ist tendenziell gut dafür geeignet, auch beim Upcycling zur Anwendung zu kommen. Das einzige, was Ihnen noch fehlt, sind die jeweiligen Produkte, denen Sie zu neuem Glanz verhelfen möchten. Dabei kann es sich um ganz gewöhnliche Abfallprodukte handeln, die so eigentlich im Hausmüll gelandet wären. Aber auch alte Gegenstände, die Sie bei der letzten Aufräumaktion aussortiert haben, weil sie einfach nicht mehr Ihrem Geschmack entsprechen, alt oder vielleicht auch schon beschädigt sind, eignen sich hervorragend.

Upcycling im Frühling

Bastelprojekte im Frühling haben oft eines gemein: Sie bringen Frische und Farbe ins Haus. Man hat nach der eisigen und grauen Winterzeit genug von monochromen Farben und kühlen Tönen und will stattdessen, dass sich der Beginn der wärmeren Jahreszeit auch zuhause zeigt. Eine tolle Idee dafür ist es immer, Basteln mit einem zusätzlichen Zweck zu kombinieren. Eine tolle Idee ist es zum Beispiel, mit Hilfe von Upcycling tolle Pflanztöpfe herzustellen, die im Nu neue Pflanzen beheimaten, die Ihr Zuhause frühlingsreif machen.

Aufwerten alter Plastikflaschen

Für die Idee, die wir Ihnen heute vorstellen möchten, braucht es nicht mehr, als ein paar alte Plastikflaschen. Dabei spielt es erst einmal keine Rolle, ob es sich um Pfandflaschen handelt, oder solche die anderweitig entsorgt werden müssten. Wer besonderen Wert auf Umweltschutz legen möchte, der sucht eine Flasche aus, die dem Recyclingzyklus sonst nicht wieder hätte zugeführt werden können. Mit ein paar Tricks und ganz viel Spaß lassen sich diese Flaschen nun in wunderschöne und einzigartige Pflanztöpfe verwandeln, die nicht nur für ein bisschen Grün in Ihrem Zuhause sorgen, sondern auch zum echten Hingucker werden. Egal, ob auf der Fensterbank, dem Schreibtisch oder stilvoll auf einer Kommode platziert, selbstgemachte Unikate geben dem eigenen Haus oder der Wohnung das gewisse Etwas und ziehen sicher alle Blicke auf sich.

Das wird benötigt:

Als Zubehör für dieses erste Upcycling Projekt braucht es gar nicht viel. Als Basis braucht es erst einmal wenigstens eine, gern aber auch ein paar mehr Flaschen. Hinsichtlich der Größe, kann man gern variieren, allerdings sollte man dabei immer im Hinterkopf haben, dass später auch noch eine Pflanze darin Platz finden soll. Zwei Liter Flaschen sind daher in vielen Fällen ideal. Die Flaschen sollten außerdem vor dem Gebrauch ausgewaschen werden. Darüber hinaus braucht es eine Schere oder ein Cutter-Messer. Für die spätere Dekoration benötigen Sie außerdem Bastelkleber, Bastelpapier und Karton, verschiedene Farben und alles an Bastelzubehör, dass Ihnen womöglich beim Verzieren behilflich ist. Soll die Flasche danach direkt ihrer neuen Funktion zugefügt werden, können auch Erde und Pflanzen eingekauft werden. Ein Tipp ist hier sicherlich, gerade wenn man nur wenig Erde benötigt und nicht direkt einen 50 Liter Sack kaufen möchte, auf Kokoserde zu setzen, die man getrocknet erwerben und direkt in der richtigen Menge mit Wasser anrühren kann. Hinsichtlich der Pflanzen, hat man die freie Wahl. Wer der Meinung ist, selbst keinen allzu grünen Daumen zu besitzen, der findet mit Sukkulenten und Kakteen eine anspruchslose Alternative zu anderen Grünpflanzen. Traut man sich gar nicht zu, eine Pflanze am Leben zu halten, sind natürlich auch Kunstpflanzen eine Option, die in den selbstgemachten Pflanztöpfen garantiert gut aussehen wird.

Die Anleitung

Soll die Flasche als Pflanztopf dienen, muss diese erst einmal auf die richtige Größe zugeschnitten werden. Hierfür nimmt man vorsichtig das Cutter-Messer oder eine Schere zur Hand und schneidet damit den oberen Teil der Flasche ab, sodass man entsprechend eine große Öffnung erhält. Hinsichtlich der Höhe des späteren Topfes ist man nicht festgelegt und kann selbst entscheiden. Einen spannenden Effekt erzielt man beispielsweise auch dann, wenn man mehrere, unterschiedlich hohe und unterschiedlich verzierte Töpfe später zusammen drapiert. Die Basis ist nun also gelegt und es kann direkt ans Verzieren gehen. Eine coole Idee für das Verzieren ist es zum Beispiel, den Flaschenboden mit Pappmaschee zu verstärken. Dafür nutzt man Bastelkleber oder Leim sowie für Pappmaschee geeignetes Papier. Dieses kann einfarbig sein, damit man es später entsprechend den eigenen Vorlieben anmalen kann. Ist das Papier allerdings schon ausgefallen gemustert und man nutzt einen Kleber, der anschließend klar trocknet, kann auch das allein schon einen beeindruckenden Effekt erzielen. Wie immer, wenn man mit Kleber arbeitet, sollte man kleinschrittig arbeiten. Zunächst sollte man das Papier vorbereiten und in kleine Segmente zerteilen. Anschließend wird immer nur ein überschaubarer Bereich der Flasche mit Kleber eingestrichen und dann in mehreren Schichten mit dem Papier beklebt. Man sollte darauf achten, auch die scharfe Kante der Flasche überlappend so mit Papier zu bekleben, um der Flasche mehr Stabilität zu geben und die Verletzungsgefahr zu reduzieren. Ist die Flasche komplett bedeckt, sollte man abschließend noch eine weitere Schicht Kleber auftragen und alles trocknen lassen. Reicht einem das Ergebnis dieser Pappmaschee-Lage noch nicht aus, kann im Anschluss natürlich gern weiter verziert werden. Man kann die Flasche zum Beispiel komplett mit Farbe bemalen und dafür zum Beispiel Effektfarben wie Chalky Finish verwenden. Auch das Auftragen von einer dicken Schicht Glitzer kann zu eindrucksvollen Effekten führen. Ihrer Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt und Sie sollten sich vor allem nach den eigenen Vorlieben richten, um am Ende individuelle Pflanztöpfe zu erhalten, die am besten zu Ihnen und Ihrer Wohnung passen.

Die Präsentation der Upcycling-Töpfe

Hat man den Pflanztopf oder sogar eine ganze Reihe von Töpfen fertig gestellt, können diese auch schon benutzt werden. Dafür sollte zunächst etwas Erde eingefüllt werden, bevor man die Pflanze oder die Kunstpflanze hineingibt. Echte Pflanzen können natürlich direkt ein wenig gegossen werden und schon kann man mit seinem neuen Upcycling Projekt loslegen und direkt dekorieren. Wie immer beim Dekorieren ist die Präsentation alles. Man sollte die hübschen Töpfe daher nicht einfach nur irgendwo im Hintergrund verschwinden lassen, sondern der eigenen Arbeit einen gebührenden Platz finden. Die Fensterbank ist eine tolle Idee, gerade wenn man Pflanzen gewählt hat, die es gerne hell mögen. Aber auch an anderen Orten bei Ihnen zuhause können Sie schöne Fleckchen finden, an denen die neuen Töpfe echt etwas hermachen.

Hätten Sie gedacht, dass man aus alten Plastikflaschen so etwas Tolles machen kann? Upcycling macht’s möglich. Wenn Sie also das nächste Mal vor einem ausgedienten Gegenstand stehen, hilft Ihnen dieser neue Blickwinkel vielleicht, ihm eine neue Bestimmung zu finden. Viel Spaß dabei wünscht Ihnen

 

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