Das Haus dekorieren für Ostern

19.03.2018 10:12

Ostern gehört zu den wenigen Feiertagen, die sprichwörtlich beweglich sind, sodass sich das Datum, ganz im Gegensatz zu Weihnachten und Co., in jedem Jahr ändert. Ostersonntag ist in jedem Jahr immer der erste Sonntag nach dem Frühlingsvollmond. Damit fällt Ostern immer in die Zeitspanne vom 22. März bis zum 25. April. In diesem Jahr liegt der Ostersonntag auf dem 1. April 2018. Damit ist höchste Zeit, das Haus oder die Wohnung bereits frühlingshaft und passend zu Ostern zu dekorieren. Ostern ist traditionell ein Fest aus dem Christentum. Gefeiert wird die Auferstehung von Jesus Christus. In Deutschland haben sich aber etliche Bräuche um das Osterfest versammelt, die an diesem Feiertag nicht wegzudenken sind. Zum Beispiel suchen die Kinder an diesem Tag bunt bemalte Hühnereier und oft auch Süßigkeiten, die zuvor vom „Osterhasen“ versteckt wurden. Wie auch der Weihnachtsmann ist der Osterhase dabei eine Sagengestalt, die anstelle der Eltern selbst die Rolle des Beschenkenden einnimmt. Es ist außerdem Brauch, frisch abgeschnittene Zweige in Vasen im Haus, aber auch Bäume im Garten mit bunt bemalten und verzierten Ostereiern zu schmücken. Je nach Region sind auch verschiedene Backwaren als Ostergebäck beliebt und es gibt Kuchen zum Beispiel in Hasen- oder in Lammform zu kaufen. In diesem Beitrag wollen wir uns aber nicht nur mit den Bräuchen zu diesem besonderen Fest auseinandersetzen, sondern uns vor allem mit der Deko beschäftigen. Es gibt etliche Möglichkeiten, auch bei Ihnen daheim für tolle Osterstimmung zu sorgen. In diesem Beitrag haben wir die schönsten Ideen für Osterdeko daher einmal übersichtlich für Sie zusammengefasst.

Einen Osterkranz basteln

Gerade um die Adventszeit ist das Basteln hübscher Kränze überaus beliebt und ein toller Adventskranz findet sich beinahe in jedem Haushalt. Dass man diese Tradition auch wunderbar für den Frühling und die Osterzeit übernehmen kann, ist nur den wenigsten bekannt. Dabei muss ein Osterkranz nicht einmal unbedingt liegend platziert werden, denn es bedarf hier keiner Kerzen. Der hübsche Kranz kann auch wunderbar an der Tür oder einer Wand hängen und dort in seiner ganzen Pracht zu bewundern sein. Man kann dafür einfach die Kranzbasis vom Adventskranz (oftmals ein Reif aus Styropor) wiederverwenden. Entfernen Sie dafür alle weihnachtlichen Dekoelemente und auch die Tannenzweige, wenn Sie das nicht schon längst getan haben. An deren Stelle kommen nun frühlingshafte Deko-Elemente. Der Osterkranz kann zunächst einmal mit frischem Moos und frischen Zweigen umwickelt werden, bis dieser eine frühlingshafte und grüne Farbe hat. Dann kann es an die Deko gehen. Hierfür kann man sich sowohl an generellen Frühlingsthemen orientieren, natürlich aber auch Ostern sehr gerne aufgreifen. So macht man mit Eiern oder wenigstens Eierschalen in jedem Fall nichts verkehrt. Auch ausgefallene Federn, die man im Bastelbedarf bekommt sind eine tolle Idee. Wird der Kranz fest an einem Tisch oder einer Oberfläche angebracht, können auch Blumentöpfe in das Design integriert werden. Gleiches betrifft hübsche und niedliche Keramikfiguren, die beispielsweise Hasen, Kaninchen oder Lämmer darstellen können.

Ein schöner Ostertisch

Auch Tischdekoration ist besonders wichtig, wenn es darum geht, ihr Zuhause osterfein zu machen. Zu Ostern gehören ganz traditionell frühlingshafte Töne wie Pastelfarben, aber auch Weiß und Creme. Zur Tischdeko gehört dann auch immer eine Vase mit frischen Blumen und Grün. Um diese Zeit darf die Ostertafel da gern mit frischen, blühenden Zweigen, Hyazinthen, Maiglöckchen und Tulpen geschmückt werden. Die Zweige sorgen dabei für den besonders frühlingshaften Look. Das Geschirr zur hübsch gezierten Tafel darf gern schlicht und einfarbig gewählt werden, beispielsweise Weiß oder Hellblau. Man muss einen großen Tisch auch nicht nur mit einer einzelnen Vase ausstatten. Hier dürfen Vasen und andere Pflanztöpfe gern nach Lust und Laune kombiniert werden, solange man sich an ein ähnliches Thema hält und Materialien wieder aufgreift, sowie farblich in einer Familie bleibt. So stellt man sicher, dass die aufgefahrene Deko nicht unruhig wird. Harmonie erzielt man auch dann am Ostertisch, wenn man einheitliche Farben wählt. Blautöne passen hervorragend zu dieser Jahreszeit, aber auch Weiß und Grau sind als Basis tolle Ergänzungen, da sie sich eher zurückhalten. Will man die Harmonie mit etwas Spannung ergänzen, kann beispielsweise nicht einheitliches sondern gemixtes Geschirr genutzt werden. Nimmt man all die unterschiedlichen Lieblingsteller, die vielleicht alle unterschiedliche blaue Muster aufweisen, ist das aufregend, ohne sich zu sehr abzuheben. Insgesamt geht es aber bei aller Dekoration nur darum, dass Ihnen das Ergebnis gefällt. Es muss dafür nicht immer Pastellfarbe sein. Auch ein kunterbunter Ostertisch mit wildem Mustermix kann ganz wunderbar aussehen und Ihnen und Ihrer Familie viel Freude bereiten.

Bei diesen Blüten sollte aufgepasst werden!

Gerade um die Osterzeit sind Tulpen und Osterglocken sehr beliebt und finden sich in Ostersträußen und der Dekoration in jedem Haushalt. Dabei sollte man bei beiden Pflanzen lieber Vorsicht walten lassen. Sowohl die Tulpe als auch die gelbe Narzisse sind giftig. Bei zu viel Hautkontakt verursachen Tulpen Jucken, Rötungen und sogar Schwellungen. Längerer Kontakt kann sogar zu Ekzemen und brüchigen Fingernägeln führen, weshalb man beim Handhaben lieber Handschutze trägt. Kinder sollten über die Gefahren aufgeklärt werden und nicht die Gelegenheit bekommen, unbeaufsichtigt mit den Pflanzen zu hantieren. Alle Teile der Tulpe sind giftig. Der versehentliche Verzehr verursacht Erbrechen, Bauchschmerzen oder sogar einen Schock bis hin zum Atemstillstand aus. Hat ein Kind etwas verschluckt, sollte sofort reichlich getrunken werden. Auch Kohletabletten sind eine gute Idee, wobei in jedem Fall schnell ein Arzt aufgesucht werden sollte. Auch bei der Narzisse (Osterglocke) sind alle Teile giftig. Besondere Gefahr geht allerdings von der Zwiebel aus, deren Verschlucken Erbrechen, Bauchkrämpfe, Durchfall und leichte Apathie bewirken kann. Sogar das Blumenwasser kann bei Kontakt Reizungen bewirken.

Eine sichere Alternative

Wer nicht sicherstellen kann, dass Kinder und Tiere mit diesen hübschen Blumen in Kontakt kommen, der muss trotzdem nicht zwangsläufig auf die hübsche Frühlingsdeko verzichten. Alle Blumen gibt es auch als ungefährliche Variante, nämlich als Kunstblume. Diese sehen dem Original zum Verwechseln ähnlich, ohne dass eine Gefahr von ihnen ausgeht. Ein weiterer Vorteil ist es, dass Kunstblumen weder gewässert werden müssen, noch mit der Zeit verwelken. Eine andere Alternative zur herkömmlichen Blume, ebenso wie zu Plastikpflanzen sind Papierblumen. Diese können sowohl am Ostertisch als auch bei einem Kranz zum Einsatz kommen. Kleine Blüten lassen sich ganz einfach selbst basteln. Dafür faltet man einfach ein wenig Briefpapier diagonal zu einem Dreieck, schneidet überschüssiges Papier ab und faltet das Blatt dann noch zwei Mal diagonal bis man mehrere Lagen kleiner Dreiecke erhält. Nun muss das geschlossene Ende festgehalten werden. Das andere Ende darf zu einem Boden geschnitten werden. Auseinandergefaltet sollte nun eine hübsche Blüte entstehen. Besonders toll kommen die Papierblüten in der Gruppe zur Geltung. Hier kann auch die Papierfarbe variiert werden, indem beispielsweise zartrosa, weiß und hellblau genutzt werden.

Ostereier für Bäume und Zweige oder den Ostertisch

Besonders das Ei spielt zu Ostern natürlich eine essentielle Rolle. Wenn es sich nicht bereits an Ihrem Osterkranz wiederfindet, oder Sie sich einfach noch nicht sattgesehen haben, so kann seine schöne und schlichte Form doch die Deko daheim wunderbar aufwerten. Ob nun auf der osterlichen Tischdeko, in einem dekorativen Osternest oder als Anhänger für Zweige in Vasen beziehungsweise vor der Tür. Es muss auch nicht immer das klassische Hühnerei sein. Auch das etwas größere und stabilere Gänseei, das ausgefallene Straußenei oder das kleine und filigrane Wachtelei sind hervorragend für die Nutzung als Deko-Objekt geeignet.

Ostereier selbst anfertigen

Natürlich müssen die Ostereier nicht aus Papier sein. Ganz klassisch werden die Ostereier zur Deko natürlich auch nicht gekauft, sondern selbst gebastelt. Dafür muss zuerst einmal ein Ei (Hühnerei oder Gänseei) ausgeblasen werden. Pieksen Sie zu diesem Zweck jeweils auf der Ober- sowie Unterseite des Eis ein kleines Loch mit einer groben Nadel und pusten Sie das Innere vorsichtig heraus. Das Ei sollte zuvor gründlich gewaschen und gegebenenfalls desinfiziert werden, um die Gefahr einer Salmonellenvergiftung auszuschließen. Das aufgefangene, rohe Ei kann selbstverständlich weiterverwendet und zum Beispiel zu einem leckeren Rührei oder Omelette verarbeitet werden. Hat man genügend Eier ausgeblasen und so entsprechend vorbereitet, kann es auch schon mit der Dekoration und Kolorierung weitergehen. Hier können Sie Ihrer Kreativität einmal so richtig freien Lauf lassen. Einige mögen den monochromen Look und haben Ihre Ostereier am liebsten einfarbig und schlicht. Andere toben sich gern richtig aus, bemalen die Eierschalen in Marmor-Optik oder bekleben diese mit Mosaik-Teilen. Aber ob nun marmoriert, gemustert oder schlicht bemalt, es gibt etliche Möglichkeiten. Mit ein paar Extras und Kleber lässt sich das Osterei in einen Osterhasen verwandeln oder bekommt ein lustiges Gesicht. Das Ei kann mit Stickern oder Glitzer beklebt werden. Auch können zum Beispiel witzige Sprüche oder schöne Zitate mit einem schwarzen Stift darauf geschrieben werden, um ein spannendes Ergebnis zu erzielen. Entscheiden Sie sich für die Variante, die Ihnen am besten gefällt und lassen Sie sich gern von Vorlagen aus dem Netz dafür inspirieren. Ist die Dekoration abgeschlossen und die aufgetragenen Farben und Klebestellen sind getrocknet, kann damit begonnen werden, die Aufhängung zu basteln. Diese kann so subtil oder so auffällig sein, wie es Ihnen am besten gefällt. Nutzen Sie weißes oder sogar transparentes Garn, ist die Aufhängung später praktisch unsichtbar und es sieht aus, als schwebten die Ostereier in der Luft. Nutzen Sie etwas dickeres oder gröberes Seil, erzielen Sie damit einen eher rustikalen Look, der auch sehr gut in viele Häuser und Wohnungen passt. Aus der Schnur muss in jedem Fall eine Schlaufe gefertigt werden, die dann am Ei mit einem Knoten und Kleber befestigt wird. Nach dem Trocknen können die Eier dann zur Deko benutzt werden. Ob Sie eine Vase mit ein paar Zweigen dekorieren möchten oder stattdessen den hübschen Baum im Garten schmücken wollen – die Eier machen sicher echt etwas her und sorgen für tolle Osterstimmung. Und ist Ostern erst einmal vorbei und man möchte die fragilen Ostereier für das nächste Jahr aufheben, eignen sich zuvor aufgehobene Eierkartons ideal als Aufbewahrung.

Wir hoffen, dass wir Ihnen mit diesen vielfältigen Tipps rund um das Thema Osterdeko etwas Inspiration mitgeben konnten. Gerade im Frühling macht Basteln besonders viel Spaß und Sie sollten gerade jetzt Ihre Kreativität voll ausleben. Viel Freude beim Basteln und Dekorieren wünscht Ihnen

 

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