Was tun mit unliebsamen Weihnachtsgeschenken?

15.01.2018 09:15

Die Feiertage sind vorbei und das neue Jahr ist angebrochen. Vielfach findet man erst jetzt wirklich die Zeit, zu reflektieren und vielleicht auch die eigenen Geschenke genauer unter die Lupe zu nehmen. Wird man von vielen Menschen beschenkt, bleibt es auch nicht aus, dass sich darunter mal das eine oder andere Geschenk findet, dass einem so gar keine Freude bereitet. Auch wenn die Geste eine schöne ist und man sich natürlich über jedes Geschenk freut, erfüllt einen das Geschenk vielleicht mit einem schlechten Gewissen gegenüber dem Schenkenden, weil man es nicht gebrauchen kann oder es nun doppelt hat. Vielleicht trifft es aber auch schlichtweg nicht den eigenen Geschmack und kommt deshalb nicht so gut an. Aber gerade wenn sich jemand Gedanken und Mühe vor dem Schenken gemacht hat, will man Dinge nicht so einfach wegschmeißen oder verkaufen. Aber was macht man stattdessen am besten? In diesem Beitrag haben wir uns einmal angeschaut, wie man mit unliebsamen Weihnachtsgeschenken umgehen sollte, ohne dass man dabei ein schlechtes Gewissen haben muss.

Vom Umtausch ausgeschlossen

Viele Schenkende berücksichtigen zur Weihnachtszeit, dass nicht jedes Geschenk immer auch den Geschmack des anderen trifft oder schätzen die Gefahr, etwas doppelt zu schenken realistisch ein. Deshalb wird dann häufig der Kassenzettel beigelegt, um dem anderen den Umtausch zu erleichtern. Auch für eigene Geschenke ist das eine gute Idee, die man gerade wenn man sich unsicher ist oder es um hochpreisige Geschenke geht, immer im Hinterkopf haben sollte. Aber als Verbraucher unterliegen wir oft fälschlicherweise der Annahme, dass sich mit Kassenzettel alles ohne weiteres umtauschen lässt. Dabei ist das Recht in diesem Falle auf Seiten der Händler. Es herrscht kein gesetzliches Umtauschrecht, solange es sich bei den Produkten um Ware handelt, die keinen Fehler aufweist. Ob trotzdem ein Umtausch durchgeführt wird, hängt einzig und allein von der Kulanz des Händlers ab. Ein wenig mehr Sicherheit hat man, wenn sich vor Kauf erkundigt wurde, ob es auch im Anschluss Umtausch-Möglichkeiten gibt. Lässt man sich das vom Händler versichern und zum Beispiel als Notiz auf den Kassenbon schreiben, so hat man beim Umtausch später sehr viel mehr in der Hand. Aber auch in dem Fall, dass ein Umtausch gestattet wird, heißt das nicht zwangsläufig, dass alles so läuft, wie man sich das gedacht hat. Der Verkäufer entscheidet, ob der Warenwert in bar erstattet wird oder beispielsweise ein Gutschein ausgeschrieben wird, mit dem sich dann etwas anderes ausgesucht werden kann. Etwas anders verhält es sich mit dem Umtausch von im Netz bestellten Produkten. Hier herrscht beinahe ausnahmslos ein Widerrufsrecht von zwei Wochen. Der Verkäufer übernimmt dabei sogar die Rücksendungskosten. Allerdings weiß man als Empfänger des Geschenks oftmals nicht, wann das Geschenk bestellt wurde und ein Umtausch müsste über den Käufer erfolgen. Dadurch könnten sehr leicht Peinlichkeiten entstehen oder der Schenkende fühlt sich schlecht, weil er das falsche Geschenk gewählt hat. Um das zu umgehen, gibt es noch einige andere Methoden, ein unliebsames Weihnachtsgeschenk loszuwerden oder am Ende sogar doch Freude daran zu finden.

Jemandem eine Freude machen

Das ist der absolute Klassiker: Man hat eine Kleinigkeit als Geschenk bekommen, die man zwar selbst so gar nicht gebrauchen kann, die aber doch ein objektiv tolles Geschenk abgibt? Warum dann nicht einfach jemand anderem eine Freude machen? Bewahren Sie das Geschenk dafür sorgsam auf und wenn Sie das nächste Mal kurzfristig ein Geschenk brauchen, wird es einfach hübsch verpackt und weitergegeben. Hierbei sollten Sie aber ein paar Dinge berücksichtigen. Unliebsames einfach an jemand anderen weiterzureichen, ist nicht immer sinnvoll. Schenken Sie Ihr Geschenk daher nicht einfach irgendjemandem, sondern stellen Sie zumindest sicher, dass der Beschenkte damit mehr anfangen kann, als Sie selbst. Um Peinlichkeiten zu vermeiden, sollte außerdem auf ein paar Details geachtet werden. Zum einen sollten Sie sich auf jeden Fall merken, von wem Sie das Geschenk erhalten haben, um dies nicht ausversehen wieder an den Schenkenden zurück zu schenken. Auch haben viele Produkte ein Ablaufdatum, gerade wenn es sich zum Beispiel um Lebensmittel wie Schokolade handelt. Abgelaufenes sollten Sie nicht mehr verschenken, sondern im Zweifelsfall entsorgen. Verschenken Sie die Produkte stattdessen rechtzeitig, um hier nichts zu verschwenden. Bei Geschenken wie Büchern sollte man außerdem immer einen Blick darauf werfen, ob es nicht doch irgendwo eine Widmung gab. Schenken Sie jemandem ein Buch und dieser entdeckt dann, dass sich darin eine Widmung für Sie oder ein Gruß findet, könnte auch das eher peinlich sein. Beachten Sie all das, ist das Weiterverschenken eine tolle Möglichkeit, mit Geschenken umzugehen. Kommt das nicht in Frage, werden Sie sicherlich bei einer unserer anderen Ideen fündig.

Eine Frage des Geschmacks

Gerade bei Dekorationsartikeln, die ja oftmals als Geschenke zu Weihnachten überreicht werden, kommt es nach dem Auspacken gern einmal zur Ernüchterung, weil die Auswahl des Schenkenden so gar nicht den eigenen Geschmack treffen will. Vielleicht passt die Farbe vom ausgewählten Bilderrahmen gar nicht zur eigenen Dekoration oder die Vase kommt so noch nicht wirklich zur Geltung. Will man die Geschenke aber nicht weiterverschenken oder gar wegschmeißen, lässt sich aus vielen Deko-Artikeln doch noch etwas Sinnvolles machen. Gerade Bastelfreunde können sicherlich ein Lied davon singen, wie viele ganz einfache Haushaltsartikel sie schon wiederverwenden oder zweckentfremden konnten. Bei solchen Dekoartikeln ist das nicht anders. Man kann sie oftmals ganz einfach umgestalten oder zweckentfremden und was einem zunächst so gar nicht gefallen hat, wird schnell zum neuen Lieblingsteil. Bei vielen Produkten hilft es schon, ihnen einen neuen Anstrich zu verpassen. Dafür einfach die Lieblingsfarbe aus der eigenen Bastelausstattung hervorgeholt und das Produkt ganz neu angemalt. Die Farbe mit Klarlack versiegeln und schon sieht das Ganze ganz anders aus und man hatte bei der Umgestaltung sogar noch viel Spaß. Man kann natürlich auch richtig ausgefallen werden, mit Kreidefarben für einen Shabby Look sorgen oder Glitzer auftragen. Der Kreativität sind beim Aufpeppen ungeliebter Weihnachtsgeschenke gar keine Grenzen gesetzt. Auch mit Bekleidungsartikeln lässt sich beim Umgestalten sehr viel Spaß haben. Man kann Umfärben, Zuschneiden, Patches oder andere Zierde ergänzen und am Ende entspricht genau das Teil, das einem zunächst unangenehm aufgefallen ist, doch ganz genau dem eigenen Geschmack.

Etwas Gutes tun

Gerade Weihnachten ist als Feiertag ja doch für viele auch mit karitativen Tätigkeiten verbunden. Man spendet vielleicht etwas überschüssiges Geld oder man wirft beim Kirchgang etwas in den Klingelbeutel. Viele leisten auch gemeinnützige Arbeit zu dieser Zeit des Jahres. Natürlich kann man auch mit den Weihnachtsgeschenken, die man ungern behalten möchte, etwas Gutes tun. Viele Institutionen, die sich der Hilfe von Menschen, Tieren oder der Umwelt verschrieben haben, akzeptieren auch Sachspenden verschiedener Art. Produkte, die für Bedürftige von kaum einem Nutzen sind, können an soziale Kaufhäuser gegeben werden, die diese dann im Anschluss verkaufen und das Geld Bedürftigen zukommen lassen. Es findet sich so sicherlich für eine ganze Reihe von Geschenken, die einem nicht so gut gefallen haben, ein guter Abnehmer und man tut dabei noch etwas Gutes.

Geschenke doch verkaufen?

Gerade wenn alle anderen Möglichkeiten wegfallen, bleibt das Verkaufen vielleicht doch die einzig sinnvolle Möglichkeit. Vielleicht handelt es sich um einen Artikel, der sich nicht so leicht spenden lässt und der auch zum Weiterverschenken absolut ungeeignet ist. Ist er trotzdem von einem gewissen Wert, kann man getrost versuchen, das ungeliebte Geschenk bei eBay oder auf einem anderen Verkaufswege zu verkaufen. Hat man ein schlechtes Gewissen, sich gewissermaßen auf diese Weise an dem Geschenk zu bereichern, kann man das so verdiente Geld ganz einfach in die Freundschaft mit dem Schenker investieren und zum Beispiel gemeinsam schön essen gehen oder einen Ausflug machen. So hat man eine tolle Zeit zusammen und das ist ohnehin meist das beste Geschenk, das man bekommen kann. Erklärt man dem Freund oder Familienmitglied dann, warum man für den Gegenstand keinen Platz gefunden hat und sich schließlich entschieden hat, lieber jemand anderen damit glücklich zu machen, trifft man damit sicherlich für Verständnis. Wichtig ist nur, dass man dabei Einfühlungsvermögen beweist und vielleicht nicht unbedingt den eigenen, stark vom Geschenk abweichenden Geschmack als Hauptgrund benennt, um nicht am Ende einen Streit zu provozieren.

So vermeiden Sie unliebsame Geschenke

Der ganze Stress um ungeliebte Geschenke lässt sich von Vornherein sehr gut vermeiden, indem man mit Freunden und Verwandten ganz klar kommuniziert. Teilen Sie so beispielsweise mit, dass Sie sich anstelle von Sachgeschenken viel mehr darüber freuen, Zeit mit Ihren Lieben zu verbringen und es vorziehen würden, gemeinsam etwas zu unternehmen oder essen zu gehen. Wird doch auf Sachgeschenken bestanden oder es gehört für Sie einfach dazu, so kann man mit einer Wunschliste für Abhilfe sorgen. Meist haben wir ja doch vor Weihnachten (oder das ganze Jahr über) den einen oder anderen Wunsch, den wir uns selbst doch nicht erfüllt haben. Das kann so klein sein, wie eine Tafel der Lieblingsschokolade oder groß und kostenintensiv wie ein Brandmalgerät oder Konzertkarten für den Lieblingskünstler. Jeder hat unerfüllte Wünsche und zu Weihnachten kann man diese gut zusammentragen. Im Internet gibt es viele Möglichkeiten, um eine Wunschliste anzulegen, von der aus Freunde und Verwandte sich ein Geschenk aussuchen können und sogar Dinge von der Liste streichen können, sobald diese gekauft sind. Sie werden trotzdem überrascht sein, von wem es welches Geschenk gibt, erhalten so aber garantiert keine falschen Geschenke. Für wen das zu aufwendig ist, der kann stattdessen auch beispielsweise die Empfehlung geben, dass Gutscheine eine gute Idee sind. Mit einem Gutschein bleibt einem immer noch die Auswahl am Ende genau das auszusuchen, was einem die meiste Freude macht.

Wir hoffen, dass wir Ihnen mit diesem Beitrag dabei helfen konnten, Ihnen ein paar Ideen an die Hand zu geben, was Sie am besten mit ungeliebten Weihnachtsgeschenken machen. Ob Verschenken, Spenden oder Umgestalten: Es gibt viele Möglichkeiten, am Ende aus dem falschen Geschenk doch noch etwas Gutes zu machen. Viel Spaß dabei wünscht Ihnen

 

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